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Die Sphinx ist, wie die Devon-Rex auch, eine weniger bekannte Rasse. Dank ihres hervorragenden, anpassungsfähigen und stabilen Charakters, ihrer Aktivität und ihrer Verspieltheit, eignet sich die Sphinx ausgezeichnet zur Integration in bereits bestehende Katzengruppen., Wie die Devon-Rex auch, darf eine Sphinx nicht als Einzelkatze gehalten werden. Aufgrund ihrer starken Gesundheit wird eine als Einzelkatze gehaltene Sphinx zwar nicht eingehen, aber sie wird ein unendlich trauriges Leben haben, denn sie ist ein ausgesprochenes Gruppentier. Dazu kommt, dass Sphinxe „rassistisch“ sind, denn am Liebsten spielen sie mit einer anderen Sphinx. Wir können bei unseren Sphinxen immer wieder beobachten, dass sie gemeinsam zu den Futternäpfen schreiten, dass sie alle gemeinsam schlafen – wenn möglich dicht gedrängt in einem einzigen Bettchen zu dritt oder zu viert, sie spielen praktisch immer gemeinsam und in diese verschworene Gesellschaft hat lediglich unser potenter Devon-Rex Jungkater Valéry wirklichen Eingang gefunden. Mit den anderen Devon-Rexen wird nur selten gespielt obwohl die Rexe immer zu Schabernack aufgelegt sind. Gurrend wird nach einem Sphinx-Spielpartner gerufen – und der erscheint dann auch in fast allen Fällen! Sphinxe zeigen immer, wenn sie etwas von uns wollen. Sie laufen zum fast leeren Futternapf und rufen so lange nach uns, bis es uns einfällt, dass wir hier unsere Nachfüllpflicht zu erfüllen haben. Sie rufen sich gegenseitig zum Spielen und dabei stossen sie ganz bestimmte gurrende Laute, gefolgt von einem kleinen „Miau“ aus. Sie zeigen absolut unmissverständlich, wenn sie auf den Arm genommen und gekost werden wollen, indem sie sich dicht vor unsere Füsse setzen. Fruchtet dies nicht, so springen sie uns an, egal, ob von vorne oder von hinten, und dazu wird lauthals geschnurrt. Sie zeigen uns auch, wenn sie möchten, dass wir zu Bett gehen. Sie laufen mit leisen Miau-Tönen immer wieder zum Schlafzimmer, was soviel heissen soll „He ihr, was ist denn, wir möchten nun unter Euere Decke schlüpfen und mit euch schlafen...“, wenn wir dem Drängen nicht Folge leisten, werden wir „belagert“, man sitzt paarweise auf unsere Knie und schaut uns durchdringend an, ohne aber sich hinzulegen, wie das beim „Schösselen“ der Fall ist. Ähnlich, wie die Devon-Rex, bewegt auch die Sphinx ihren Schwanz zufrieden hin und her, wenn sie glücklich ist, z.B. auf dem Schoss gehätschelt wird, in ihrem Bettchen gekrault wird, wenn man ihren Kopf zwischen beide Hände nimmt und hinter den Ohren „massiert“ etc. Die Sphinx hat einen immensen Appetit, nachdem sie eine Körpertemperatur von rund 39°C hat und diese Temperatur konstant halten muss, futtert sie Unmengen an Nass- und Trockenfutter und einer Sphinx muss man unbedingt über 24 Stunden hinweg Futter anbieten. Sie hat auch einen sehr hohen Wasserbedarf, also muss man ihr auch immer genügend Wasser hinstellen, welches täglich zu erneuern ist. Und – nachdem hier grosse Mengen an Nahrung konsumiert werden, ist auch der „Ausstoss“ massiv. Die Sphinxe schätzen es, mindestens zwei Katzenklos zu haben, denn in der einen verrichtet man das wässrige Geschäft, in der anderen die handfesteren Geschäfte. Sphinxkitten und Jungsphinxe bis zu einem Alter von etwa eineinhalb Jahren „furzen“ auch relativ oft und gehaltvoll. Die Haut der Sphinxe braucht nicht viel Pflege, aber man muss diese Katze regelmässig waschen, regelmässig, das heisst in etwa in einem Turnus von mindestens einem Monat. Baden wird zwar oft geraten, ist aber nicht unbedingt anzuraten, da mit dem regelmässigen baden der Säuremantel auf der Haut der Sphinx zerstört wird und dadurch wird sie anfällig für Hautkrankheiten. Es reicht völlig, die Sphinx OHNE SEIFE mit einem gut nassen Waschlappen (Wassertemperatur 39°C), auf den man zwei drei Tropfen Olivenöl gibt, kräftig abzuwaschen. Auch das Gesicht soll gewaschen werden, der ganze Körper und auch der Schwanz. Die Sphinx sondert einen Talg ab, der sich, wenn man sie nicht wäscht, wie eine bräunliche Schicht auf ihren Körper legt, speziell am Hals, unter den Armen, sprich, genau dort, wo der Mensch auch am schmutzigsten wird. Genau wie der Mensch schwitzt die Sphinx auch am ganzen Körper – befellte Katzen schwitzen nur an den Pfotenballen – und genau wie der Mensch kann auch die Sphinx einen Sonnenbrand, gar Sonnenstich bekommen, wenn sie zu lange der Sonne ausgesetzt ist. Man sollte eine Sphinx nur während der Morgenstunden bis ca. 10.00 Uhr und nachmittags ab ca. 16.00 Uhr auf eine Terrasse lassen, die der Sonne ausgesetzt ist. Sphinxe lieben die Sonnenwärme und werden sich so lange der Sonne aussetzen, bis man sie hereinholt – wenn das über die Mittagszeit war, ist es dies immer zu spät und die Sphinx hat in mindesten einen Sonnenbrand. In einem solchen Fall ist es sinnvoll, sofort den Tierarzt aufzusuchen, weil sich – wie beim Menschen auch – ein Schockzustand einstellen könnte. Sphinxe sind wie Babies – man muss ihre Haut vor der Sonne schützen. Es lohnt sich, im Sommer sogar eine schützende, nicht parfümierte Sonnenschutzcrème aufzutragen, wenn man die Sphinx auf die Terrasse lässt. Der Tierarzt hat hier verschiedene Präparate zur Verfügung. Sphinxe sind sehr reisefähige Katzen, man kann sie leicht an ein Katzengeschirr gewöhnen, um mit ihr spazieren zu gehen, sie fahren gerne Auto, Eisenbahn etc. – und, wenn sie beim Fliegen in der Passagierkabine sein dürfen (in einem geeigneten Katzenkorb oder an der Leine), ist auch das für sie kein Problem. Wichtig ist, dass man die Sphinx im Kittenalter ans Reisen gewöhnt, dann wird sie nie in Stress geraten, wenn man mit ihr unterwegs ist. Nachdem die Sphinx keine schützenden Haare vor den Ohren hat, produziert sie Unmengen von Ohrenschmalz. Diesem Umstand muss man Rechnung tragen und die Sphinxohren mindestens alle drei Wochen einmal gründlich säubern. Es gibt hierfür spezielle Ohrenreinigungsmittel beim Tierarzt. Achtung, NICHT mit Wattestäbchen tief in die Ohren fahren, sonst gefährdet man das Trommelfell. Man gibt das Ohrenreinigungsmittel in die Ohren, massiert gut an der Ohrenbasis und nimmt dann den Schmutz mittels Wattebäuschen heraus. Man kann auch ein Wattebäuschchen „anspitzen“ in dem man es zwischen den Fingern dreht und auf diese Weise die tieferen Ohrgebiete reinigen, nicht aber mit Wattestäbchen! Regelmässiges Krallenschneiden schadet nicht, lieber in kurzen Abständen nur die Spitzen (ca. 1 mm) kappen, als das Risiko einer Verletzung eingehen. Krallen sollten mit einer speziellen Krallenscheere oder Krallenzange geschnitten werden (erhältlich im Tierhandel, Qualipet, Fressnapf etc.), wenn man Krallen mit einer gewöhnlichen, für menschliche Finger-/Zehennägel bestimmten Zange schneidet, splittern die Krallen und das führt zu späteren Krallenschäden (verdickte Krallen, sich spaltende Krallen etc.). Wenn Sie Ihre Sphinxe in einer seriösen Sphinxzucht kaufen, wird ihnen der/die Züchter(in) in jedem Falle gerne zeigen, wie man Krallen fachgerecht schneidet und Sie hinsichtlich der Wahl der Krallenzange beraten. Die Sphinx ist eine ebenso gute und schnelle Kletterkatze, wie die Devon Rex. Darum ist es wichtig, dass Sie ihr mindestens einen Kratzbaum, der vom Boden bis an die Decke reicht, offerieren. Es sollte auch nicht verboten sein, dass die Sphinx auf Ihre Schränke steigt. Sphinxe lieben Höhlen, Bettchen und Kuschelsäcke. Dies sind unverzichtbare Accessoires in einem Sphinxhaushalt. Last but not least empfehlen wir allen Katzenhaltern, nicht nur Haltern der Sphinx, vor dem Einkauf von Pflanzen nachzuschauen, ob diese für Ihre Katzen nicht giftig sind. Der Tierarzt hat Listen und auch im Internet sind solche zu finden, die die nötigen Informationen hinsichtlich Giftigkeit von Pflanzen enthalten. Ein Sphinxhaushalt muss nicht aufgeräumt sein, aber es sollten keine Büroklammern, leere Plastiksäcke, Gummibändchen, offene Medikamentenblister etc. herumliegen. Sphinxe sind unglaublich neugierig und es muss alles ausprobiert werden. Darum ist es wichtig, diese kleinen Gegenstände, speziell aber Medikamente, unter Verschluss zu halten. Auf der Internetsite www.katzenportalch.org finden interessierte Katzenhalter sämtliche Informationen über gefährliche Dinge im Katzenhaushalt. Wer je seine Behausung mit Sphinxkatzen geteilt hat, wird diese liebenswerten, klugen und anschmiegsamen Wesen ein Leben lang um sich haben wollen !
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