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Entgegen
der oftmals leider durch fanatische Tierschützer in absoluter
Unkenntnis der Rasse verbreiteten Meinung ist die Sphinx KEINE Qualzüchtung,
sondern eine der ältesten überhaupt bekanntesten Katzen. Schon in den
Katzengräbern von Bubastis, aber auch in Pharaonengräbern wurden
mumifizierte Sphinxe gefunden, die in Grösse und Form von der heutigen
Form der echten Sphinx kaum abweichen. Man geht heute davon aus, dass
die Sphinx die heilige Göttin BAST war. Nach dem Zusammenbruch des altägyptischen
Reiches verschwand auch die Sphinx und wurde erst vor ca. 850 Jahren in
Mexiko wiederentdeckt, wo sie auch heute noch in freier Wildbahn im
Buschland als extrem menschenscheue Wildkatze zu finden ist. |
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Nachdem
diese herrliche Rasse durch fehlgeleiteten Tierschutz in Misskredit
geraten ist, sind die urwüchsigen, schönen Blutlinien etwas rar
geworden und die Sphinx gehört zu den teuersten Rassekatzen.
Die
domestizierte Sphinx ist eine haarlose Katze mittlerer Grösse. Ihr kräftiger,
sehr muskulöser und relativ langer Körper wird von schlanken, aber
ebenfalls sehr muskulösen Beinen getragen und ihre ovalen Füsse zeigen
fast menschliche Fingerform aufgrund der übergrossen Fussballen. Die
Sphinx hat einen sehr langen, runden und im Spitz verlaufenden,
ausserordentlich agilen Schwanz, der ihr bei ihren enorm weiten Sprüngen
zur Balancehaltung dient. Der Kopf der Sphinx ist relativ gross, breit,
kurz und kräftig. Ihre weitstehenden, an der Basis sehr breiten Ohren
sind enorm gross und stehen seitlich sichtbar vom Kopf ab. Sie verlaufen
in einer leicht abgerundeten, hohen Spitze. Die Augen sind leicht schrägstehend,
oval und sehr ausdrucksvoll, die Stirn zeigt einen kaum sichtbaren oder
keinen Stopp über der gebogen verlaufenden Nase. Die Stirn kann einen
sehr kurzen Haarbüschel über der Nase tragen. Die Schnurrhaarkissen,
die keine Schnurrhaare tragen, sollen ausgeprägt, gross und das Kinn kräftig
sein. Schlanke, orientalenähnliche Köpfe sind rassewidrig und unerwünscht,
da die Sphinx nicht in die Kategorie der Orientalen gerechnet wird. Der
kräftige Kopf soll faltig sein. Im Profil hat der stumpf geformte Kopf
der Sphinx in der Verkleinerung eine leichte
Aehnlichkeit mit dem Profil
des Bullterriers. Der Körper und ebenso die Beine der Sphinx sollen
beim Streicheln und Bewegen viele Falten in regelmässiger Anordnung
zeigen, bei den Beinen spricht man von „heruntergerutschten Strümpfen“
im Zusammenhang mit den Falten. Die Haut fühlt sich an, wie weiches
Hirschleder und ist überwarm. Eine leichte Behaarung am Rücken, sowie
ein „Löwenschwanz“ (leichte Behaarung am Schwanzzipfel) sind
erlaubt. Eine ausgewachsene Sphinx wiegt um die 4 - 5 kg, Kater etwas
mehr (bis zu 6 kg). Für die Zucht der Sphinx sollten nur kräftige
Tiere mit dem schönen und rassetypisch breiten, stumpfen Kopf gewählt
werden. Es darf keinesfalls geschehen, dass diese an und für sich schon
immer rarer werdende, schöne und eigene Rasse zur haarlosen Orientalin
verkommt.
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Die
Sphinx ist eine ausgesprochen gruppentaugliche, ausserordentlich aktive
und verspielte Katze mit einem starken Charakter und sollte nicht
alleine gehalten werden. Sie passt sich problemlos an sämtliche
Individuen anderer Katzenrassen an, braucht aber ebenfalls einen sehr
aktiven Spielgefährten ungefähr im gleichen Alter. Die Sphinx ist
enorm gelehrig, apportiert gerne jedes Spielzeug und sie ist eine
Extremkletterin. Man muss ihr unbedingt erlauben, auf Schränke und
Kommoden zu springen und ihr Zuhause sollte mindestens einen deckenhohen
Kletterbaum anbieten, denn sie liebt es, in der Höhe in Mulden zu
schlafen, von wo sie die Räumlichkeiten überblicken kann. Trotz der
fehlenden Schnurrhaare ist die Sphinx enorm sprungsicher und wirft bei
ihren Klettereien kaum herumstehende Nippes herunter. Die Sphinx hat ein
sehr hohes Temperament und braucht daher einiges an Zeitzuwendung für
ihr Spiel vom Menschen. Sie ist sehr anhänglich und braucht die Nähe
des Menschen, d.h. kein Schlafzimmerverbot, denn sie wird speziell bei kühleren
Temperaturen stets im Bett unter der Decke mit Ihnen schlafen.
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Bedingt
durch ihre Haarlosigkeit und ihrer Körpertemperatur um die 39 Grad
Celsius hat die Sphinx einen enormen Appetit und sie frisst als
ausgewachsene Katze bis zu dreifachen Menge der Nahrung einer normalen
Hauskatze und trinkt auch entsprechend viel. Man sollte ihr rund um die
Uhr sowohl Trocken-, als auch Nassfutter und frisches Wasser anbieten,
da sie sehr gerne viele Male kleine Portionen zu sich nimmt. Trotz ihrer
Haarlosigkeit liebt die Sphinx Ausflüge auf die Terrasse – auch im
Winter! Im Frühjahr, Sommer und Herbst ist dringend darauf zu achten,
dass die Sphinx zwischen 11.00 und 15.00 Uhr nicht an die Sonne geht,
denn sie bekommt, wie der Mensch, einen Sonnenbrand oder Sonnenstich!
Auch schwitzt die Sphinx entgegen der Norm am ganzen Körper (behaarte
Katzen schwitzen nur an den Pfötchen). Man sollte die Sphinx nicht
unbedingt baden, da sie sich, speziell im Winter, relativ leicht erkältet,
wenn ihr der natürliche Talgschutzmantel, den sie auf der Haut trägt,
und den man spüren kann, wenn man eine Sphinx länger in den Händen trägt,
weggewaschen wird. Man kann die Sphinx sehr gut waschen mit einem
normalen Waschlappen, den man gut in warmem Wasser nass macht, einen
Tropfen Olivenöl darauf gibt und dann alle Körperpartien abwäscht. So
bleibt der Talgschutz-mantel erhalten und die Katze gesund. |
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Die
Sphinx ist eine Vollblutkatze und wer einmal mit einer Sphinx
zusammengelebt hat, wird ihr immer treu bleiben, denn sie ist eine sehr
zärtliche, verschmuste, verspielte und temperamentvolle Hausgenossin,
die mit ihrem starken Charakter alle anderen Haustiere zwar dominieren,
aber niemals grob behandeln wird, da sie keinerlei Aggressivität kennt.
Man sagt der Sphinx einen Charakter nach, der sich zu einem Viertel von
der Katze, einem Viertel vom Hund, einen Viertel vom Affen und einem
Viertel vom Kind zusammensetzen soll – diese Beschreibung passt
exakt!!
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